Wer redet hier zu uns?

  • Als Begrüßung wünscht er ihnen (und auch uns) „Gnade und Frieden“. Dies erinnert uns an die Begrüßung der Juden untereinander, wenn sie sich „Schalom“ wünschen. Hier geht es um mehr als nur Frieden, es hat auch mit Gnade zu tun. Daher ist es ein Friede, den wir nicht aus uns selbst haben, sondern den der Messias bringt.


    Dies lesen wir hier auch sinngemäß, denn er sagt ja, von wem der Frieden kommen solle: „Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt“. Aber ist hier bei diesem Gruß hier in der Offenbarung der Messias gemeint? Woran erinnert uns diese Formulierung? – „Ich bin der ich bin“ sagt Gott zu Mose in 2. Mose 3:14-15.


    Aber diese Gnade und dieser Frieden kommt nicht nur von Gott, denn er sagt weiter: „Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt, und von den sieben Geistern, die da sind vor seinem Stuhl,“ Offenbarung‬ ‭1:4‬ ‭DELUT‬‬


    Wer sind diese 7 Geister, die vor seinem Thron sind? Wieder einmal haben wir hier die Zahl 7 – wissen wir noch, was sie bedeutet?


    Von welchem Geist haben wir bereits zu Anfang der Schöpfung gelesen? In 1. Mose 1:2 lesen wir, dass die Erde am Anfang wüst und leer war und „der Geist Gottes schwebte über den Wassern“.


    Also wer grüßt die Versammlungen mit besonderer Gnade und Frieden? Wir haben gesehen, dass es der Vater ist („der da war, der da ist und der da kommt“) und der Heilige Geist und: Jesus Christus (Offenbarung 1:4-5). Also kommt es von GOTT (als ganze Einheit: vom Vater, vom Sohn und vom Heiligen Geist) bzw Jehova (oder auch Jahwe)!


    Weiter lesen wir in Vers 5 über Jesus Christus, er wird „der treue Zeuge“ genannt. Wir uns hatten beim letzten mal bereits mit dem Urwort, das hier für Zeuge steht, beschäftigt „martyros“. Er steht mit seinem ganzen Leben dafür, was er bezeugt. Aber was genau hatte Jesus denn eigentlich bezeugt?


    In Johannes 14:8-9 fragt Philippus ihn, er möge ihm den Vater zeigen. Jesus antwortet: „Wer mich gesehen hat, hat auch den Vater gesehen“. Jesus hat mit seinem Leben bezeugt, wie der Vater ist. Wer ihn kennt, kennt auch Gott. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund, warum viele Christen lediglich das Neue Testament lesen, weil sie dort ihrer Meinung nach ein ausreichendes Bild von Gott erhalten. Dabei lassen sie ausser acht, dass Jesus dies hier zu Juden sagte, die das AT gut kannten und somit den Gott des AT gut kannten und durch das, was sie bei Jesus sahen, ein abgerundetes Bild bekamen.


    Wir lesen weiter, dass Jesus „der Erstgeborenen von den Toten“ ist. Wie kann dies sein? Hätten nicht bereits Elia und Elisa Tote auferweckt? Und was ist mit Lazarus, den Jesus selbst von Den Toten auferweckte – bevor er selbst starb und auferweckt wurde? Wie kann er da der Erste sein?


    Alle anderen mussten wieder sterben, sie lebten nur noch für eine Weile. Jesus ist aber zu ewigem Leben auferstanden, er lebt heute noch. Daher ist er zu Recht „Der Erstgeborene von den Toten“!

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