Ist Jesus Gott

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    • Ist Jesus Gott

      Also, ich habe jetzt ne ganze Weile herumgesucht, wo ich denn eine Frage zu "Ist Jesus Gott" loswerden kann, aber ich bin halt ein bissel doof oder zu blond und deshalb schreibe ich das hierher.

      Jürgen, der immer alles ganz genau wissen möchte hat mir soeben eine Link gezeigt, wo genau das zum Thema gemacht wurde.

      Und hier ist er: bruderinfo.de/?p=2171

      Vielleicht mal durchlesen und am Donnerstag nochmal ansprechen.

      Liebe Grüße und einen schönen Restsonntag.
    • Habe mal in meinen Lesezeichen gesucht : und per Google übersetzt...

      Ariel schrieb:

      Der Gott Israels:


      Überall in der ganzen Natur gibt es reichlich Beweise für die Existenz eines höchsten, intelligent, persönliches Wesen.


      Die Himmel erzählen die Ehre Gottes,
      Und die Feste verkündigt seiner Hände Werk. "
      (Psalm 19: 1)


      Die Fingerabdrücke dieser göttlichen Architect sind erkennbar an alle seiner Hände Werk; damit die Schrift davon ausgehen, die Existenz dieses ewige Gott, in dem alle leben, weben und ihr Dasein haben.


      Sein Gesicht mit der Tatsache der Existenz Gottes Angesicht, obliegt es uns (Seine Geschöpfe) zu kennen ihn so weit wie möglich zu werden. Dieser Gott, von dem wir im Buch der Natur zu lesen hat uns voll und detaillierte Informationen gegeben über sich selbst und seiner erlösenden Liebe in seinem Buch der Offenbarung zu uns als der Bibel bekannt. In diesem heiligen und unfehlbare Rekord finden wir detaillierte Aussagen über Ihn.


      Der richtige Ansatz für unser Thema ist eine Untersuchung der Beweise, die in dem Alten Testament, die von unseren jüdischen Freunden heißt der Tenach gesetzt. Die hebräischen Schriften geprüft worden wäre, ist es dann, um dem Neuen Testament drehen, um die Lehren darin gefunden zu lernen.


      Die Lehre des Alten Testaments über Gott und seine Natur kann unter drei Überschriften zusammengefasst werden - nämlich die Vielzahl des göttlichen Wesens; die Einheit des göttlichen Wesens; und die Dreieinigkeit des göttlichen Wesens. Wir kurz untersuchen jedes dieser Themen in Ordnung. , Dass es eine Vielzahl von göttlichen Persönlichkeiten, die die höchste Wesen wird durch die Verwendung der Plural im ersten Vers der Bibel zu sehen: ". Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde" Das Wort gerendert Gott ist in der Mehrzahl zu bilden, wie es für alle Hebrew Wissenschaftler bekannt. Die gleiche Form tritt im gesamten Alten Testament, obwohl es die Singularform von zwei ähnlichen Wörtern, die ebenfalls, werden häufig verwendet.


      In der Betrachtung der Krönung der Schöpfung die Personen der Gottheit sind, sagte, diese Sprache verwendet haben; "Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich" (Gen 1,26). Diejenigen, die das Gespräch gehalten waren von der gleichen Bild und Gleichnis; somit aus der gleichen Substanz. Dies schließt die Möglichkeit, dass diese Sprache wurde zu einem Engel oder minderwertiges Wesen gesprochen. Angesichts des Sachverhalts des Kontext müssen wir glauben, dass diese Aussage wurde von einem Individuum zum anderen oder andere von der gleichen Natur und das Wesen gemacht. Dieser Durchgang, daher nimmt die Existenz von mehr als einer Persönlichkeit aus dem gleichen göttlichen Natur und Wesen.


      Es gibt viele Stellen im Alten Testament, die diese Position zu bestätigen. Aber, kann man fragen, hat das Alte Testament lehren Polytheismus - die Lehre, dass es viele Götter? Die meisten positiv, No.


      Die ShemaThere ist eine andere Linie des Denkens, die im ganzen Alten Testament, die die Einheit des göttlichen Wesens erklärt läuft. Diese Lehre ist eindeutig nach, was man richtig genannt Israels großen Konfession werden gesetzt. Dieser Durchgang ist in der American Standard Version übersetzt mit "Höre, Israel: Der HERR, unser Gott, ist ein HERR." Der ursprüngliche Text transkribiert liest Schma Jisrael Jehovas Elohenu Jehovas echad - wörtlich wiedergegeben: "Höre, Israel: der Ewige unser Gott-ist der ewige eine Einheit. "Das Wort Elohenu ist ein Plural, auf die die Pluralsuffix unseren zugesetzt und ist buchstäblich gemacht" unsere Götter. "Diese Tatsache wird durch hebräischen Grammatiker zugelassen.


      Das Wort echad die in unserer Version wiedergegeben wird man nicht, in vielen Zusammenhängen, eines bedeuten im absoluten Sinne des Wortes, sondern an anderen Orten ist es konnotiert auch die Idee der Einheit. Zum Beispiel in Genesis 2.25, sagte Gott, dass ein Mann sollte seinen Vater und seine Mutter verlassen und soll an seinem Weibe hangen, und hier sind zwei Menschen, "sie werden ein Fleisch sein." - Zwei Persönlichkeiten -, die gesagt werden, um sein ein. Diese Einheit ist nur im Sinne einer Einheit verwendet werden. Es ist genau diese Wort, das durch Mose in Deuteronomium 6 eingesetzt wurde: 4. In Anbetracht dieser Tatsachen, deshalb müssen wir glauben, dass Israels großen Konfession "Höre, Israel: Jehova (oder der Ewige) unsere Götter Jehova ist eine Einheit", was bedeutet, dass die Vielzahl von Persönlichkeiten, die die göttlichen Wesens ist eine in der Substanz , Charakter, Plan und Zweck.


      An diesem Punkt der Untersuchung sofort die Frage stellt sich, wie viele dieser göttlichen Persönlichkeiten gibt es? Eine Ahnung von der Antwort auf diese Frage kann in Numbers 6 in Form des dreifachen Segen zu finden:


      HERR segne dich und behüte dich;
      Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig:
      Der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. "


      Hier wird der Name Jehova erscheint dreimal in diesem wunderbaren Segen. Kann es sein, dass diese drei Petitionen zu drei Persönlichkeiten, die die Gottheit angegangen? Die Antwort kann in Jesaja 48:16 gefunden werden. Ein Blick auf den Kontext dieser Vers zeigt uns, dass der Prophet hier die Identität des Schöpfers des Universums. Nachdem in der vergangenen Ewigkeit und Seiner Vorsehung Hinwegsetzung der Menschheitsgeschichte zurück spricht von seiner großen schöpferischen Tätigkeit, erklärt diese göttliche Persönlichkeit (Jesaja 48: 12-16):


      Hört mir zu, Jakob, und Israel, mein genannt: Ich bin es; Ich bin der Erste, ich bin auch der letzte. Ja, meine Hand hat den Grundstein der Erde, und meine rechte Hand hat die Himmel ausgebreitet: wenn ich rufe zu ihnen stehen sie zusammen, auch ich habe es gesagt; ja, ich mache den Weg wohlhabend, kommt ihr in der Nähe zu mir und höret dies; von Anfang an habe ich nicht im Verborgenen geredet; von der Zeit, die es war, da bin ich: und jetzt Gott, der HERR hat mich, und sein Geist gesandt "Hier sehen wir Gott, der HERR, der Schöpfer des Universums, und der Geist - drei Persönlichkeiten.. Aus dieser Stelle wird es sofort ersichtlich, dass der Prophet Jesaja erkannt, dass es drei Personen, die die Gottheit. Diese Lehre ist von anderen Teilen der Heiligen Schrift in der gesamten Alten Testament bestätigt.


      Jetzt ist die richtige für uns die Lehre im Neuen Testament über die Gottheit zu untersuchen.


      Unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus immer wieder während seines persönlichen Dienst sprach von Gott dem Vater und seines Wesens auf einer Gleichheit mit Ihm. Diese Lehre ist besonders heraus kraftvoll im ganzen Johannesevangelium gebracht. Der Verfasser dieser Aufzeichnung begann seine Rechnung, indem er erklärt: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort." Nach Vers 3 dieses Kapitels, dem Einen, der aufgerufen wird, das Wort ist die Schöpfer des materiellen Universums. Nach Vers 14, wurde das Wort Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.


      An verschiedenen Stellen des Neuen Testaments Rekord lesen wir von dem Geist Gottes, oder den Heiligen Geist. Ihm zugeschrieben werden Eigenschaften von niemand anderem, dass Gott selbst besaß. Der Apostel Paulus in I Korinther 2.11 erklärt:


      Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, ohne der Geist des Menschen, der in ihm ist? sogar so die Dinge Gottes keiner weiß, retten sie den Geist Gottes. "


      Hier der inspirierte Apostel erklärt, dass der Geist Gottes begreift und versteht, Gott, der eine unendliche Wesen ist. Nur eine weitere unendliche Wesen verstehen und begreifen, wie eine andere. Da der Geist nicht verstehen, Gott, ist die Schlussfolgerung, dass der Geist selbst ebenfalls von der gleichen göttlichen Natur und Wesen wie Gott.


      Wie bereits erwähnt, gibt es eine göttliche Einheit bestehenden und welche zwischen diesen Persönlichkeiten, die die Gottheit. Diese Einheit ist deutlich, die in großen Fürbitte unseres Herrn in Johannes 17 Aufgenommen in diesem großen Petition Er erkannte, dass es vollkommene Einheit zwischen ihm und dem Vater gesetzt. Bei zahlreichen Gelegenheiten ebenfalls erklärte er, dass er und der Vater waren eins. Sie sind zwei getrennte Persönlichkeiten und doch sind einer in einem anderen Sinne. Diese Einheit kann nur als Hinweis Gleichnis Art, Substanz, Charakter, Wesen, Zweck und dergleichen interpretiert werden.


      Seit dem Geist, nach der Verheißung des Herrn, nicht von den Dingen selbst, sondern Christi nehmen und ihnen zeigen, zu den Aposteln, können wir schließen, dass jener, der Geist war von der gleichen Art und Wesen wie Gott und Christus, weil nur ein göttliches Wesen könnte so zu verwischen selbst im Geben her das Zeugnis über die anderen beiden göttlichen Persönlichkeiten.


      Aus all dem Zeugnis sind wir zu dem Schluss getrieben, dass es vollkommene Einheit, Harmonie und Einheit in der Gottheit existiert.


      Die dritte und letzte Phase dieses Thema, das bis zur Prüfung kommt, ist die Zahl der göttlichen Persönlichkeiten, wie sie im Neuen Testament Lehre gesetzt. Eine enge Durchsicht zeigt, dass es nur drei solche Persönlichkeiten, so wie im Alten Testament angedeutet. Der erste Hinweis auf die Dreieinigkeit Gottes in der Taufe Szene des Herrn Jesus Christus gefunden. Wie wurde Jesus kommt aus dem Wasser (Matthäus 3: 13-17), tat sich der Himmel geöffnet und Jesus sah den Geist Gottes kommt in der Gestalt einer Taube und über ihn. Zur gleichen Zeit gab es eine Stimme aus dem Himmel sagen: "Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe." Hier sind wir auf der Erde zu sehen, den Herrn Jesus, der Vater im Himmel, und der Heilige Geist im sichtbaren erscheine Gestalt einer Taube auf ihn kommen - drei göttlichen Persönlichkeiten.


      Darf ich fragen, jeder von euch, meine Leser, um dieses dreieinigen Gottes akzeptieren und liefern liebenden Gehorsam zu Ihm? Um dies zu, müssen Sie die zweite Person der Dreifaltigkeit, den Herrn Jesus Christus zu akzeptieren, als Ihr persönlicher Retter, der sein Leben für Sie, dass Sie vielleicht zu leben gelegt zu tun. Nur an den Herrn Jesus gibt es Leben. "Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben und kommt nicht ins Gericht kommen, aber ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen."
      soweit die Ansicht aus Sicht eines messanischen Juden.

      Ich würde kurz sagen: Ja, Jesus ist Gott
      aber er ist nicht "der Vater" zu dem er betet,
      aber er bildet mit dem Vater eine Einheit - in Meinung, Wissen und Auftreten.
      Ich würde sogar soweit gehen, dass zu 99 % wenn im AT von Jehova die Rede ist, der Teil den wir später als Jesus kennenlernen, die handelnde Person ist.
      Daraus löst sich auch der Widerspruch, warum zu Mose gesagt wird "keiner kann mich sehen" und doch einige Kapitel vorher die "älteren Männer und Mose" auf dem Berg "Jehova" sehen können.
    • Bruderinfo schrieb:


      Es ist also die mögliche Herangehensweise die entscheidet zu welchem Ergebnis die Gruppe a oder b kommt. Die Gruppe a geht davon aus, dass Jesus der Sohn Gottes ist, damit definitiv auch ein Gott ist und nimmt den Widerspruch in Kauf, dass es dann am Ende zwei Götter gibt. Der Vater Jehova ist Gott und der Sohn Jesus ist ebenfalls ein Gott. 1 Gott + 1 Gott = 2 Götter.
      Die
      Gruppe b geht davon aus, dass es nur einen Gott gibt und folgert
      daraus, dass Jesus und Jehova ein und derselbe sein muss, da es
      ansonsten wie gesagt zwei Götter wären. Jehova Gott hat sich den Menschen somit als der Mensch Jesus gezeigt. Dadurch treten dann aber widersprüchliche
      Texte auf, wo Jesus zu sich selbst betet oder als er gestorben ist,
      sich selbst auferweckt haben muss. Das wird dann zum Beispiel mit den 3
      Zuständen von Wasser verglichen (Wasser / Wasserdampf / Eis). Aber alles zusammen ist H2O.
      Das ist der Denkfehler - von menschlicher Sicht mathematisch richtig ABER bitte beachten, dass in 1.Mose 2 gesagt wird:
      "Darum lässt ein Mann seien Vater und seine Mutter und haftet seinem Weibe an,
      und sie werden zu Einem Fleisch."
      also aus Jehovas Sicht werden aus ZWEI Menschen - Mann und Frau - durch "Beziehungen" nicht zwei sondern sie werden EIN FLEISCH - was mathematisch genauso falsch ist, wie dass Vater und Jesus = EIN GOTT sein könnten. Zumal in 1.Mose 1 gesagt wird:
      "Gott sprach:
      Machen wir den Menschen und unserem Bild nach unserem Gleichnis"
      ...
      "Gott schuf den Menschen in seinem Bilde,
      im Bilde Gottes schuf er sie.
      männlich, weiblich schuf er sie"

      Daraus könnte man schließen, das die Ehe ein Bild für das darstellen sollte, was wir unter Gott verstehen sollten - eine perfekte Einheit...




      Und eine Gegenfrage: wenn Jesus kein GOTT ist - wie ist dann Psalm 82:6 zu versehen??
    • bruderinfo schrieb:

      Hier der biblische Beleg, dass Jesus schon lange bevor es Menschen gab, geboren wurde:
      Spr. 8: 22-31; Elb: 22
      Der HERR hat mich geschaffen als Anfang seines Weges, als erstes seiner Werke von jeher.
      23 Von Ewigkeit her war ich eingesetzt, von Anfang an, vor den Uranfängen der Erde. 24 Als es noch keine Fluten gab, wurde ich geboren, als noch keine Quellen waren, reich an Wasser. 25
      Ehe die Berge eingesenkt wurden, vor den Hügeln war ich geboren, 26 als er noch nicht gemacht die Erde und die Fluren, noch die Gesamtheit der Erdschollen des Festlandes.
      27 Als er die Himmel feststellte, war ich dabei. Als er einen Kreis abmaß
      über der Fläche der Tiefe, 28 als er die Wolken droben befestigte, als er stark machte die Quellen der Tiefe, 29 als er dem Meer seine Schranke setzte, damit das Wasser seinen Befehl nicht übertrat, als er die Grundfesten der Erde abmaß: 30
      da war ich Schoßkind bei ihm und war seine Wonne Tag für Tag, spielend vor ihm allezeit, 31 spielend auf dem weiten Rund seiner Erde, und ich hatte meine Wonne an den Menschenkindern.

      Wenn es nur nötig
      war, dass sich Gott durch Jesus den Menschen offenbarte, warum war dann
      Jesus schon geboren, bevor die Erde erschaffen worden ist? Hätte Jesus nicht erstmals in Erscheinung treten müssen, als Adam erschaffen worden ist? Im Vers 30 wird jedoch von Jesus als einem Schoßkind
      gesprochen, dass vor seinem Vater allezeit spielend war. Warum wird in
      der Bibel so eine Aussage gebracht, wenn doch Gott der Vater der gleiche
      ist wie Gott der Fleisch wurde, also Jesus der Sohn?
      dazu etwas zum anhören: ab etwa 8:40 Minuten - hier wird aus dem hebräischen Urtext übersetzt

      bantay.de/JohannesHartl/Alpha_…_Praeexistenz_Christi.mp3
    • Theologisches Wörterbuch zum Alten Testament schrieb:






      אֶחָד


      I. Allgemein – II. Ein Gott – 1. Umwelt – 2. Ein JHWH – 3. Ein Schöpfer – 4. Pred 12,11 – III. Geschöpflicher Bereich – 1. Einmaligkeit durch Erwählung – 2. Ursprüngliche oder zukünftige Einheit des Zerspaltenen – 3. Alleinsein als Unwert – 4. Gleichheit des Geschicks – IV. Theologisch relevante Redewendungen mit אחד.


      Lit.: P. R. Ackroyd, Two Hebrew Notes (ASTI 5, 1966–1967, 82–86). – W. F. Bade, Der Monojahwismus des Dtn (ZAW 30, 1910, 81–90). – E. Jacob, Ce que la Bible dit de l’unité et diversité des peuples (RevPsychPeuples 16, 118–133). – G. A. F. Knight, The Lord is One (ExpT 79, 1967/68, 8–10). – C. A. Labuschagne, The Incomparability of Yahweh in the OT, Leiden 1966, 137f. – B. Otzen, Studien über Deuterosacharja, Kopenhagen 1964, 205–208. – F. Perles, Was bedeutet יהוה אחד Deut. 6,4? (OLZ 2, 1899, 537f.). – G. Quell, κύριος (ThWNT III, 1079f.). Zu II.1a) J. Bergman, Ich bin Isis. Studien zum memphitischen Hintergrund der griechischen Isisaretalogien, 1968. – R. O. Faulkner, Some Notes on the God Shu (JEOL 18, 1964, 266–270). – E. Otto, Gott und Mensch nach den äg. Tempelinschriften der griech.-röm. Zeit, 1964. – T. Säve-Söderbergh, The Solitary Victor, in: Pharaohs and Mortals, 1961, 159–170. – K. Sethe, Amun und die acht Urgötter von Hermopolis, 1929. – J. Zandee, De hymnen aan Amon van Papyrus Leiden I 350, Leiden 1947.



      I. Das Zahlwort אחד ‛eins’ eröffnet die Reihe der natürlichen Zahlen. Es ist Adjektiv. Es kann als Kardinal-, Ordinal- und Distributivzahl gebraucht werden. Schon in der Prosa der Salomozeit erscheint es als unbestimmter Artikel. Als Zahladjektiv und -adverb übernimmt es Bedeutungen wie ‛einzig’, ‛einmalig, hervorragend’, ‛allein’, ‛gleich, einheitlich’, ‛ganz, ungeteilt’. Als Element in Redewendungen trägt es zu einem weiteren Kreis von Aussagen bei (z.B. im Deutschen „wie ein Mann“ = ohne Ausnahme). Nahestehende, teilweise austauschbare Wörter sind: → בדד ‛allein’, יחד ‛Vereinigung, miteinander’, → יחיד ‛einzig, allein, einsam’, לבד ‛allein’, ראשון ‛der erste’. Zu einem theologischen Programmwort ist אחד im hebr. AT noch nicht geworden. Von Monotheismus ist daher im Folgenden nicht zu handeln. Doch steht אחד in verschiedenen wichtigen religiösen und theologischen Aussagen, die untereinander z.T. disparat sind.


      II.1. Trotz ihres Polytheismus kann auch Israels Umwelt von einem „einen“ Gott sprechen.


      a) Ägypten. Das Wort w‛ tritt nicht selten substantivisch als Gottesepitheton, ‛der Eine, der Einzige’, auf (WbÄS I 275, 10). Bezeichnend für die äg. Gottesvorstellung ist, daß diese Bestimmung einer ganzen Reihe von Göttern zuerkannt wird. So läßt sich w‛ z.B. für Atum, Re, Amun, Ptah, Aton, Thoth, Geb, Horus, Haroëris, Chnum und Chonsu belegen (Zandee 70 gibt einige Hinweise). Oft tritt dabei als Verstärkung in der Art einer figura etymologica ein w‛w hinzu (WbÄS I 275, 15–16; 277, 9; vgl. die seltenere Verbindung w‛ w‛tj 279, 1), etwa ‛der Allereinigste’. Als nähere Bestimmung der Einzigartigkeit dient ḥr ḫw.f ‛nach seiner Art’. Noch öfter wird aber w‛ durch eine negative Ergänzung hervorgehoben, vor allem nn kjj ḥr ḫw.f ‛es gibt keinen anderen nach seiner Art’; nn śnnw.f ‛es gibt nicht seinen Zweiten’ (Otto 11ff. gibt mehrere Varianten an; seine große Belegsammlung betrifft einige dreißig Götter und Göttinnen).


      Wenn man die Zusammenhänge, in denen diese Einzigartigkeit des Gottes hervorgehoben wird, näher betrachtet, ist es augenfällig, wie oft auf die Schöpfung, „das erste Mal“ (sp tpj) angespielt wird. Das Alleinsein des Urgottes vor der Schöpfung ist ein beliebtes Thema (z.B. Totenb. 17 = Urk V 6ff.). So ist Amun der Einzige in der Vorzeit, „der Große und Älteste, der der Urzeit angehört“ (Urk IV 111, 9). Die Einzigartigkeit seines Wesens wird natürlich dadurch begründet, daß er der zuerst Entstandene ist, der das Entstehen anfing, was oft in langen Formeln, die an Joh 1,2 erinnern, seinen Ausdruck findet (s. etwa Zandee 72ff.). Als Allschöpfer wird er auch nb w‛ ‛Einherr’ genannt und ist w‛ i̓r nt.t ḳmȝ wn.t „der Einzige, der, was ist, gemacht hat und, was existiert, erschaffen hat“ (Urk IV 495, 4). Die gewöhnliche Prägung nṯr w‛ i̓r św m ḥḥw „der einzige Gott, der sich zu Millionen gemacht hat“, hebt die äußerst enge Verbindung der unendlich gegliederten Welt mit dem „Einherr der Schöpfung“ hervor und zeugt von einer tiefen pantheistischen Betrachtungsweise (Otto 58f., 106). Überhaupt kommen Wendungen mit w‛ und ḥḥw oft vor, wobei die Zusammenstellung des Gottes Ḥḥ mit Schu, der ersten Emanation des Urgottes Atum, mehrere sinnvolle Auslegungen ermöglicht. Auch Göttinnen treten oft, besonders in der Spätzeit, als w‛.t(t) vor, bisweilen als ‛das Einzelauge’ oder die Uräusschlange gedeutet (WbÄS I 278, 6; 279, 11). Vor allem heißen so Hathor (Dendera ist „das Haus ‛der Einzigen’ “ WbÄS I 278, 7) und Isis (Θιουιν < tȝ w‛.t als wahrer Isisname in einem Hymnus aus Medinet Madi, Bergman 225, 280ff.).


      Wichtig und für die äg. Königsideologie bezeichnend ist, daß auch der König gern als ‛der Einzige’ auftritt. Diese Bezeichnung kommt ihm anscheinend in seiner Rolle als der Vertreter des Schöpfergottes auf Erden zu (so wird Thutmosis I. „der vollkommene Gott des Ersten Males“ genannt, Urk IV 83, 11; Säve-Söderbergh 159ff.). Besonders oft wird diese Einzigartigkeit des Königs in kriegerischen Kontexten von Urkunden des NR unterstrichen. Er besiegt die feindlichen, chaotischen Mächte und erhält die Ordnung. Die Bezeichnung Hatschepsuts als w‛.t.t Ḥr (Urk IV 390) stellt eine Parallelerscheinung zu der erwähnten Göttinnenbenennung dar.


      b) Mesopotamien. Im Sum. gibt es mehrere Wörter für ‛eins’, deren Gebrauchsverschiedenheit noch nie untersucht wurde. Gottheiten werden oft als ‛einzigartig’ oder ‛einmalig’ bezeichnet. Im Akk. finden sich ištēn, ‛eins’ (vgl. hebr. עשתי עשר 11) und (w)ēdu, ‛einzig’, ‛allein’ (→ יחד), s. CAD 7, 275f., bzw. 4, 36ff. In manchen Ausdrücken wechseln ištēn und ēdu ohne Bedeutungsunterschied, z.B. pâ ištēn / ēda iššaknū, ‛sie verabredeten sich’. Auch für das Akk. fehlt eine eingehende Untersuchung über theologische Implikationen.


      ištēn ‛eins, einer’ kann bei göttlichen Wesen und Königen die Bedeutung ‛einmalig, besonders’ haben (CAD 7, 287a). So in einem altassyrischen Beschwörungstext für die Dämonin Lamaštum (BIN 4, 126, 1; v. Soden Or N. S. 25, 1951, 141ff.) und im Agušaja-Lied für die kämpferische Göttin Ištar (VAS 10, 214 III 4; r VI 21; RA 15, 1918, 178 r. VI 8; zum Lied: H. Ringgren, Word and Wisdom, 1947, 69ff.).


      c) Ugarit. In einem mythologischen Text erklärt der Gott Baal nach Vollendung seines Palastbaus, er allein (’ḥdj) sei König über die Götter (CTA 4 [II AB] VII 49–52). Die Betonung des „Allein“ läßt die ständige Bedrohung der Herrschaft Baals durch den Dürregott Mut ahnen. Baals Königsherrschaft ist dem friedlichen Königtum des Schöpfergottes Ilu koexistent (W. H. Schmidt, BZAW 802, 1966, 64ff.).


      2. Das יהוה אלהינו יהוה אחד von Deut 6,4 wird in der sonst gern wiederholenden dtn/dtr Sprache nicht zu einem wiederkehrenden Stichwort. Häufig repetiert wird dagegen das zugehörige Liebesgebot aus 6,5. Auf dieses scheint es der dtn/dtr Theologie anzukommen, während die im Zusammenhang mit ihm gebrachten JHWH-Prädikationen nie gleichbleiben (vgl. Deut 5,9; 7,9; 10,14f. 17f. 21f.; 11,2–7; 13,6; 30,20; Jos 23,3). Die Liebesforderung selbst ist eine der verschiedenen Formulierungen der Grundforderung an Israel, JHWH allein, keine anderen Götter zu verehren (N. Lohfink, Das Hauptgebot, 1963, 73ff. → אהב). Wahrscheinlich besteht ein Zusammenhang mit dem Liebesmotiv in altorientalischen Verträgen und Königsbriefen (W. L. Moran, CBQ 25, 1963, 77ff.). In Deut 6 wird bis etwa v. 19 der Dekaloganfang kommentierend umschrieben. Deut 6,4f. ist in diesem Zusammenhang wohl als Wiederaufnahme des Liebesmotivs von 5,10 gedacht. Daher ist der Sinn des אחד von 6,4 vom Grundgebot des Deut im allgemeinen und vom Dekaloganfang im besonderen her zu bestimmen. Es sagt dann aus, daß JHWH für Israel der eine und einzige Gott ist. Die nächste Sachparallele ist Deut 32,12: „JHWH allein (בדד) hat es (Israel in der Wüste) geleitet, kein fremder Gott war mit ihm.“ Die Existenz anderer Götter wird nicht geleugnet. JHWH ist אחד im Hinblick auf das angeredete „Israel“. Vermutlich nahm für das Ohr des Zeitgenossen אחד hier in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Liebesmotiv den emotionalen Beiklang an, den das Wort in der Liebeslyrik haben kann, wenn es die Geliebte als die „einzige“ bezeichnet: vgl. HL 8,6f. (dazu G. Gerleman BK XVIII). Als der von Israel geliebte Gott ist JHWH Israels Einziger und Einzigartiger. – Der späte, verschiedenste Traditionen aufnehmende eschatologische Text Sach 14 verwendet im Zentrum (14,9) Deut 6,4. Nach dem eschatologischen Kampf wird JHWH in Jerusalem als König der Schöpfung thronen, und dann „wird JHWH einzig sein und sein Name wird einzig sein“. Die Aussage von Deut 6,4 gilt nun also universal (vgl. 14,16). אחד ist mit dem Gott-Königs-Motiv (vgl. Ps 93; 97; 99, aber auch Deut 10,17f.) vereint, wie früher einmal in Ugarit; s. II.1c. JHWHs „Name“ ist im Sinn der dtr Theorie von der Präsenz JHWHs im Jerusalemer Tempel (1 Kön 8,27–29) zu verstehen. Weiteres zu Sach 14 s. III.2c.


      Hi 23,13 scheidet als Beleg für „einen“ Gott aus. Der Zusammenhang verlangt ein Verb, vgl. Hi 9,12. Lies bæ’ æḥōd (Inf. von I אחז in Dialektvariante mit ד): „Er, wenn er zugreift – wer kann ihm wehren?“ Deut 6,4 יהוה אלהינו יהוה אחד kann als Folge von zwei Nominalsätzen oder als einziger Nominalsatz mit drei verschiedenen Möglichkeiten der Grenzziehung zwischen Subjekt und Prädikat aufgefaßt werden. Im Raum dtn/dtr Sprache ist אלהינו als Apposition zu יהוה zu betrachten, da prädikatives אלהים hinter יהוה stets eigens kenntlich gemacht wird (Deut 4,35; 7,9; Jos 24,18; 1 Kön 8,60). Auch Pap Nash 24, der am Ende הוא hinzufügt, hat so empfunden, ebenfalls die LXX. Ob das zweite יהוה eine Wiederaufnahme des Subjekts nach der Apposition ist oder schon zum Prädikat gehört, muß offen bleiben. Die oben gegebene Deutung des Satzes ist bei beiden syntaktischen Lösungen möglich. – Oft wird vorgeschlagen, in Deut 6,4 eine „monojahwistische“ Aussage zu sehen: eine Spitze gegen die Auflösung JHWHs in viele lokale Einzel-JHWHs. Man verweist auf die Vielfalt der Baalsgestalten und auf die dtr Kultzentralisation (Deut 12). Aber die Analogie zu der Vielheit Baals ist nicht mehr im früher angenommenen Ausmaß aufrecht zu erhalten; das Deut verrät sonst nirgends die Abwehr eines „Polyjahwismus“. Deut 6,4f. könnte auch älter sein als die im Deut relativ späte Zentralisationsforderung. – Auch eine Deutung im Sinne des theoretischen Monotheismus kommt nicht in Frage. Bis in Spätschichten (z.B. 4,19) rechnet das Deut noch mit der Existenz anderer Götter. – Ebenso liegt dem dtn Zusammenhang die Deutung von Labuschagne fern, JHWH werde hier als „Alleinstehender“ bezeichnet, als ein Gott ohne weibliche Gefährtin und ohne Hofstaat. – Es ist möglich, daß Deut 6,4f. bei der Abfassung von Deut 6 schon eine vorgegebene Einheit war: 6,3 ist eine mühsame Hinführung; 6,6ff. springt übergangslos auf eine andere Thematik über. Ferner folgt 6,4f. einer Kleinform (Aufforderung zum Hören – Anrede „Israel“ – Feststellungssatz – Forderung an Israel), die auch in 20,2ff. und 27,9f. belegt ist. Dort wird als Sitz im Leben die Versammlung Israels zum Krieg oder im Kult erkennbar. Die Sprecher sind Priester. Man könnte also auch für 6,4 mit einer älteren kultischen Formel rechnen. Ihre Aussage wird aber die gleiche gewesen sein wie jetzt im dtn Zusammenhang.


      3. In Hi 31,15 und Mal 2,10 wird im Zusammenhang von Aussagen über die Gleichheit der Menschen der Schöpfer (in Mal auch der Vater; vgl. Mal 1,6) als einer bezeichnet. Dies meint: ein und derselbe hat alle geschaffen. Ob ein älteres Schöpferattribut (vgl. II.1a) aufgenommen wird, ist schwer auszumachen.


      4. In Pred 12,11 sagt der Herausgeber dieser Lehre, die „Worte der Weisen“ und die „(Worte der) Teilnehmer an den Versammlungen“ gingen zurück auf „einen einzigen Hirten“. Der Vers ist schwierig und umstritten. Ein Teil der Ausleger sieht im „einzigen Hirten“ Gott als die Quelle aller Weisheitslehre.


      III.1. Erwählung durch JHWH verleiht Einmaligkeit und Glanz des Besonderen.


      a) Nach 2 Sam 7,23 = 1 Chr 17,21 ist Israel ein „einzigartiges Volk auf Erden“ wegen der Befreiung aus Ägypten und wegen des Bundesverhältnisses. Nach neuerdings (von Noth, Labuschagne, Kutsch, Seybold) bezweifelter Auffassung (begründet durch L. Rost, Die Überlieferung von der Thronnachfolge Davids, 1926, 49) ist 2 Sam 7,22–24 dtr Zusatz zur alten Erzählung vom Nathanorakel. Zur Verwendung des Motivs in Ez 37,22 s.u. III 2b.


      אחד in 2 Sam 7,23 darf nicht nach LXX zu אחר korrigiert werden. Eine Wortgruppe גוי אחר בארץ müßte direkt hinter ומי stehen, da in מי-Fragen mit Vergleichen die Wörter hinter מי und die Wörter hinter dem mit כ eingeleiteten Vergleich verschiedene Funktion haben (vgl. Mi 7,18, wo beide Positionen besetzt sind).


      b) DtJes nimmt in 51,2 die Formulierung von Abraham, dem אחד, die von den Überlebenden der Katastrophe Jerusalems 587 fehlinterpretiert und deshalb in Ez 33,24 zurückgewiesen worden war, als Motiv der Heilshoffnung wieder auf.


      c) Erst in der Chronik erscheint אחד auch in Aussagen über die Erwählung der Davididen und Jerusalems: 1 Chr 29,1 (Eigengut: von Salomo) und 2 Chr 32,12 (Änderung gegenüber 2 Kön 18,22 Altar in Jerusalem).


      d) Ein Flüchtiger, der in den Dienst des Heiligtums aufgenommen wurde (L. Delekat, Asylie und Schutzorakel am Zionheiligtum, 1967, 198), berichtet in Ps 27,4 über seine Asylbitte: „Eines erbat ich ‛hundertmal’ (lies mē’āt: M. Dahood AB z.St.), JHWH, das wünschte ich mir: / zu wohnen im JHWH-Haus / alle Zeit meines Lebens …“


      2. Aus der Erfahrung der Zerrissenheit wird das Bild der Einheit und Ganzheit entweder für den Ursprung der Geschichte oder für die Zukunft entworfen.


      a) Der Jahwist denkt von einer ursprünglichen Einheit her. In Gen 2,21–24 reproduziert er eine ihm schon vorgegebene Ätiologie für den Drang der Geschlechter zueinander. Sie gipfelt im Ausdruck בשר אחד von 2,24, das im vorjahwistischen Sinn in Mal 2,15 und Sir 25,26 wieder anklingt. Durch Gen 2,25 („sie schämten sich nicht voreinander“) funktioniert J diese Erzählung für den umfassenderen Erzählungsrahmen zur Aussage von der ursprünglichen Einheit um. Sie ist in 3,7 zerbrochen, wenn die Nacktheit erkannt wird. – Das Motiv „Einheit – Zerspaltung“ wiederholt sich nach der Sintflut beim Beginn der eigentlichen Geschichte in Gen 11,1–9. Die bisher nomadische Menschheit, die „eine Lippe und gleiche Worte“ besitzt (11,1; zu vergleichen wäre die im sum. Enmerkar-Epos 146 vorhandene Vorstellung von einer Urzeit, wo alle Enlil „mit einer Zunge“ priesen, dazu zuletzt Å. Sjöberg, Der Mondgott Nanna-Suen, Uppsala 1960, 144–146), begibt sich an den Bau einer Stadt mit Tempelturm oder Stadtburg (so O. E. Ravn, ZDMG 91, 1937, 358ff.) und strebt Reichsbildung („Namen“, Verhinderung der „Zerstreuung“, „ein Volk“: 11,4. 6) an. Da dies offenbar Eigenmächtigkeit ist, verwirrt JHWH die Sprache und zerstreut die Menschheit über die Erde. – Die aus dieser Zerspaltung auf die künftige Möglichkeit neuen Einswerdens weisende Aussage von J findet sich 12,1–3. Abraham wird ein großes Volk werden und einen großen Namen erlangen. Allerdings wird nicht eine Einheit aller Menschen erzwungen werden, sondern bei bleibender Differenzierung werden sich alle Sippen des Fruchtlands „in Abraham“ Segen bereiten. Die Vätererzählungen zeigen, daß der Segen durch Fürbittgebet, Friedensbereitschaft und Hilfe vermittelt wird. Der durch Macht eine größere Einheit erstrebenden davidisch-salomonischen Großreichpolitik scheint J kritisch gegenüberzustehen (H. W. Wolff, EvTh 24, 1964, 73ff.). – Falls neuere traditionsgeschichtliche Theorien (S. Lehming, ZAW 70, 1958, 228ff.; A. de Pury, RB 76, 1969, 5ff.) gegenüber der älteren Quellenscheidung im Recht sind, fand J das Problem der Einheit zwischen Israeliten und Kanaanäern schon in der von ihm aufgenommenen Erzählung vom Überfall der Jakobssöhne auf Sichem (Gen 34) vor: In den dort geschilderten Konnubiumsverhandlungen ist es das Ziel der Sichemiten, auf das die Jakobssöhne zum Schein eingehen, daß beide Gruppen durch Konnubium zu „einem Volk“ werden (34,16. 22). Die alte Erzählung erinnerte durch Anspielung daran, daß in Israel das Konnubium verboten war (vgl. Gen 34,9 mit Ex 34,16 J). Damit – wie durch die Schändung Dinas – war der Überfall auf Sichem moralisch gerechtfertigt. Doch für J muß diese Sicht des Verhältnisses zu den Kanaanäern zu wenig differenziert gewesen sein. Er nahm die Erzählung auf: JHWH hatte also das Konnubium tatsächlich verhindert. In Anlehnung an Gen 49,5–7 fügte J aber Zusätze in 34,25. 30 ein: Die Tat selbst wurde dadurch zur Schuld, die ihre Strafe finden würde, und damit war sie für den Leser von J des Vorbildcharakters beraubt.


      b) Zu der prophetischen Verkündigung neuen Heils nach dem Gericht gehört das Motiv der neuen Einheit von Nord- und Südreich. Dabei kann auch von einem einzigen Herrscher und einem einzigen Volk der Zukunft gesprochen werden. Der älteste Beleg ist Hos 2,2 (;קבץ ראש אחד). In Ez 37,15–28 wird אחד zum literarischen Leitmotiv (11mal in 37,15–24). Nachdem das doppelte Exil eingetreten ist, muß das קבץ als Aufsammeln aus allen Völkern und Heimführung aus dem Exil verstanden werden. Es entsteht dann „ein Volk im Land“ (Rückgriff auf 2 Sam 7,23; s. III.1a) mit einem einzigen König, „meinem Knecht David“, einem „einzigen Hirten für sie alle“. Auch der רעה אחד in Ez 34,23 – wieder „mein Knecht David“ – ist als Reflex des Einheitsthemas von Ez 37,15–28 zu verstehen (vgl. den Plural in der Vorlage Jer 23,4; W. Zimmerli, BK XIII 841. 917). – Der äußeren Einheit wird die innere Einheit entsprechen: Jer 32,39 לב אחד ודרך אחד (in Ez 11,19 dagegen ist mit LXX אחר zu lesen). Die Chronik verlegt diese Zukunftsaussage schon in die idealisierte Vergangenheit zurück: 1 Chr 12,39; 2 Chr 30,12.


      c) Aus der Jerusalemer Kulttradition der Herrschaft Gottes vom Zion entwickelte sich auch das Motiv der in Zion gestifteten Einheit der Schöpfung: Zeph 3,9 – die Völker (nicht zu עמי zu emendieren; vgl. G. Gerleman, Zephanja, 1942, 58) dienen JHWH שכם אחד ‛Schulter an Schulter’; Jes 65,25 – Wolf und Lamm weiden כאחד ‛beieinander’ (vgl. schon Jes 11,6 יחדו); Sach 14,7 – bei der eschatologischen Aufhebung der Differenzen dieser Welt wird nicht mehr Tag und Nacht sein, sondern nur noch יום״אחד (s. II.2 zu Sach 14,9). Zeph 3,9 spielt auf Gen 11,1–9 J und Sach 14,6–8 auf Gen 8,22 J an: die Endzeit soll also die Urzeit wiederherstellen.


      3. Wenn אחד den Einzelnen im Gegensatz zu mehreren oder zur Gruppe meint, hat es meist negativen Klang. Bei bestimmten Prozessen hat die Aussage eines einzigen Zeugen keine Beweiskraft: Num 35,30; Deut 17,6; 19,15. Dem Haus David bleibt nur noch einer aus zwölf Stämmen (1 Kön 11,13. 32. 36). In Pred 4, 7–12 wird das Thema „alleinstehender Mensch“ zum Teil in typischer Koheletformulierung, zum Teil in traditionellen Sprüchen ausführlich abgehandelt (zur Parallele zu 4,12 im Gilgameš-Epos vgl. B. Landsberger, RA 62, 1968, 109).


      4. אחד dient in Ex 12,49; Num 9,14; 15,15. 16. 29; Esth 4,11 dazu, für bestimmte Bereiche die Gleichheit aller vor dem Gesetz auszudrücken. Ez 48 bedient sich leitmotivartig des Wortes, um von der Gleichheit aller Stämme Israels in ihrem Erbanteil nach der Heimkehr aus dem Exil zu sprechen. Negativ wird das Thema der Gleichheit aller als Aussage über das Dasein im Pred. Alle Menschen haben מקרה אחד ‛gleiches Geschick’ (Pred 2, 14–16; 9,2f.). Selbst Mensch und Vieh haben „gleiches Geschick“ und רוח אחד ‛gleichen Atem’ (3,19–21). Denn alle enden am „gleichen Ort“ (3,20; 6,6), in der Unterwelt. Nur für ihr aufgerissenes Maul müht man sich letztlich ab (6,7, vgl. Ackroyd). Deshalb ist alles הבל ‛Windhauch’ (2,15. 17; 3,19; 6,4. 9). Dem Menschen bleibt nur eines: sich jetzt seines Lebens zu freuen (2,24; 3,22; 9,7–10). Dieser Gedankengang ist auch aus der ägyptischen und mesopotamischen Literatur gut belegbar.


      IV. אחד ist Einzelelement in bestimmten Redewendungen, die als ganze theologischen Aussagen dienstbar werden.


      a) „Wie ein Mann“ kann die Einheit Israels ausdrücken: Num 14,15 (Einheit in der Vernichtung); Ri 6,16; 20,1. 8. 11; 1 Sam 11,7; 2 Sam 19,15; Esr 3,1; Neh 8,1.


      b) „Mit einer Stimme“ bringt in Ex 24,3 die Einmütigkeit Israels beim Bundesschluß zum Ausdruck (vgl. Ex 19,8 יחדו).


      c) „Nicht ein einziger“ dient oft dazu, die Restlosigkeit des Gotteswirkens zu unterstreichen: Ex 8,27; 9,6. 7; 10,19; 14,28; Jos 23,14; Ri 4,16; 1 Kön 8,56; Jes 27,12; Jer 3,14; Ps 34,21; 106,11.


      d) „an einem einzigen Tag“ bringt die Schnelligkeit von JHWHs Handeln zum Ausdruck: Jes 9,13; 10,17; 47,9; 66,8; Sach 3,9; 2 Chr 28,6.
      Lohfink / Bergman (II 1a)
      soweit was ich in einem Nachschlagewerk zu "einzig" gefunden habe.