Änderung im Programm!

    • Änderung im Programm!

      Seit dieser Woche haben wir eine Änderung im Programm. Nachdem Dieter nun nach Brandenburg zieht und der Wunsch an uns herangetragen wurde, gemeinsam die Offenbarung zu lesen, haben wir das Thema des Kurses um 17 Uhr verändert.

      Ab sofort gehen wir gemeinsam ganz langsam durch die Offenbarung. Wir wollen hierbei verschiedene Kommentatoren mit einbeziehen, so dass wir das Bibelbuch aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachten.

      Unter anderem wird auf jeden Fall Arnold Fruchtenbaum mit dabei sein und die Kommentare zur Wuppertaler Studienbibel, aber evtl auch
      1. J.N. Darby Betrachtung über Offenbarung (Synopsis)
      2. W. Kelly Einführende Vorträge zur Offenbarung
      3. F.B. Hole Die Offenbarung
      4. J. Köchin Ährenlese im Neuen Testament
      5. A. Küpfer Die letzten Dinge
      die ich mir persönlich herausgesucht habe auf bibelkommentare.de;
      oder auch das Buch der Zeugen Jehovas für diejenigen, die dies gelesen haben. Jeder darf selbst entscheiden, welche Richtung er selbst mit einbeziehen mag.

      Wir werden sehen, dass man die Offenbarung ganz unterschiedlich auslegen kann und jeder Teilnehmer soll sich selbst ein Bild davon machen. Wir wollen hier keine bestimmte Lehrmeinung oder Richtung vermitteln und wir wollen auch nicht spekulieren. Wir wollen einfach gemeinsam dieses Bibelbuch lesen und jeden Teilnehmer ermuntern, selbst Nachforschungen anzustellen und sich ein eigenes Bild machen.

      Gestern haben wir die ersten beiden Verse betrachtet – also Offenbarung 1:1-2 – und dabei herausgefunden, wer dieser Johannes eigentlich war, was wir in der Bibel zu ihm als Person finden und wie und durch was er sich so gravierend verändert hat (vom Donnersohn hin zu einem Mann voller Sanftmut und Liebe). Außerdem haben wir verstanden, wer wem diese Vision gab und durch wen und zu welchem Zweck.

      Es bleibt also spannen und vielleicht interessiert es dich ja auch? Dann komm einfach am 26. Oktober um 17 Uhr und ab dann jeden Donnerstag um dieselbe Zeit mit dazu. Du verpflichtest dich zu nichts und kannst auch einfach nur als stiller Beobachter mit dabei sitzen wenn du magst
      Wir freuen uns auf euch

      Der Bibelgrundkurs Donnerstags ab 18 Uhr ist hiervon nicht betroffen, er findet weiterhin wie gewohnt statt
    • Offenbarung 1:1-2

      Vor zwei Wochen haben wir also mit dem neuen Kurs "Gemeinsam durch die Offenbarung" begonnen. Gleich zu Anfang haben wir uns erst mal gefragt, wer dieser Johannes eigentlich ist, der hier die Offenbarung durch Jesus bekommt.

      Wen kennen wir denn in der Bibel, der Johannes heißt? Da gibt es zum einen Johannes den Täufer, aber dieser kann es nicht sein, weil er bereits zu Jesu Lebzeiten enthauptet worden ist (Matthäus 14:1-12). Dann kennen wir noch den Johannes, der das Evangelium und die Briefe geschrieben hat. Dieser ist auch der hier erwähnte, der die Offenbarung empfängt.

      Was war Johannes für ein Mensch? Als was war er bekannt?

      Als Jesus seine Jünger aussuchte, gab er Jakobus und Johannes den Beinamen "Donnersöhne" (Markus 3:17), wegen ihres aufbrausenden Wesens. Der Johannes, der später das Evangelium und die Briefe geschrieben hat, was eher ein Mann der Liebe. Wenn dies also wirklich der selbe Mann ist, dann hatte er sich im Laufe der Jahre gravierend verändert.

      Was hatte "Johannes, den Donnersohn" derart verändert?

      Wenn wir uns mit seinem Leben beschäftigen, dann sehen wir, dass der Johannes vor Jesu Tod ein anderer war, als der danach. Das hat mit dem zu tun, was er erlebt hatte. Scheinbar war er als einziger seiner Jünger bei seinem Prozess und dann beim Tod mit dabei. Woher wissen wir dies?

      Als Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl hält, sind zuerst alle beisammen, vorher geht Judas. So ist Jesus mit 11 seiner Jünger, als er im Garten festgenommen wird. Als die Soldaten kommen, um ihn zu verhaften, rennen alle weg, bis auf Petrus und ein weiterer, namentlich nicht erwähnter Jünger, der dann doch ebenfalls weg lief, als man ihn ergreifen wollte (Markus 13:50-54). Meist nennen die Schreiber sich selbst nicht beim Namen und so ist anzunehmen, dass dieser Jünger, der dann nackt floh, Markus war.

      Wir lesen, dass Petrus den Soldaten und Jesus folgte bis in den Hof des Hohepriesters (Vers 54). Aber wie ist er da rein gekommen? Man wird sicherlich nicht jeden in diesen Bereich gelassen haben. In Johannes 18 lesen wir, dass einer der Jünger sehr wohl in diesen Hof kam, weil er dem Hohepriester bekannt war und dieser ließ dann auch Petrus in den Hof (Johannes 18:15-16). Da auch hier dieser Jünger nicht namentlich erwähnt ist, ist anzunehmen, dass es Johannes war, der Petrus in den Hof ließ.

      So war er wie Petrus dicht dran, hat sicherlich vieles mitbekommen, was da bei diesem "Scheinprozeß" so alles ablief.

      Von einem der Jünger wissen wir, dass er mit am Kreuz stand, als Jesus starb. In Johannes 19:26 lesen wir, dass Jesus dem "Jünger den er besonders liebte", seine Mutter ans Herz legte, damit diese nicht allein zurück blieb. Da auch hier der Jünger nicht namentlich erwähnt wird, ist wieder anzunehmen, dass es sich hier um Johannes handelt, den einstigen "Donnersohn".

      Johannes, der Donnersohn, war also mit dabei, als Jesus festgenommen wurde und hat näher als alle anderen den ungerechten Prozess mitbekommen und er stand am Kreuz, hat gesehen, wie sie Jesus die Nägel durch Hände und Füße schlugen und wie er langsam und qualvoll am Kreuz starb. Er war dabei, als Jesus sagte "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun" (Lukas 23:34). Er war hautnah dabei, als Jesus aus Liebe zu uns sündigen Menschen starb und seinen Vater für diejenigen um Vergebung bat, die ihm das antaten. Das muss ihn zutiefst beeindruckt und somit auch verändert haben.

      So wurde aus Johannes, dem Donnersohn ein Apostel der Liebe❣️

      Als was hatte Johannes und hatten die Jünger Jesus gesehen?

      Alle sagen ihn als Rabbi, Lehrer an. Als solcher war er bekannt. Johannes der Täufer nannte Jesus "das Lamm Gottes" und Andreas sagte zu seinem Bruder Petrus: "wir haben den Messias gefunden" (Johannes 1:36-41).

      Johannes, der Jesus erst als Lehrer und Messias erkannte, sieht Jesus nun in der Offenbarung als "Sohn Gottes" (Johannes 3:16)

      Als nächstes stellt sich uns die Frage: "Wer oder was ist Gott für mich?"

      Hier gibt es die unterschiedlichsten Antworten: den meisten Christen fällt da zuerst "der Schöpfer" ein und "der ist vollkommen, jemand, der alles Positive in sich trägt". Scheinbar denken die meisten bei "Gott" an den allmächtigen Gott der Bibel.

      Aber dies ist nicht der einzige, der in Gottes Wort als "Gott" bezeichnet wird. Denn in 2. Mose sagt Jehova (bzw Jahwe) zu Mose: "ich werde dich für Aaron zu einem Gott machen" (Vers 16). Also hier ist eindeutig von einem Menschen aus Fleisch und Blut die Rede.

      Hier ist also der Begriff Gott als "Mächtiger" verwendet. Wissen wir, wer die mächtigste Person in Deutschland ist? Hier würde also Angela Merkel als der Gott Deutschlands bezeichnet - und dies ist keine Gotteslästerung, sondern die Bedeutung dieses Begriffs.

      Auch sagt Gott immer wieder zu seinem Volk "ihr habt Götter neben mir", wir kennen diese Formulierung auch aus den 10 Geboten, wo er sagt, wir sollten keine Götter neben ihm haben (2. Mose 20:2-3). Dies müssen nicht unbedingt andere buchstäbliche Götter sein, wie diejenigen, die durch die 10 Plagen bloßgestellt wurden und auch nicht unbedingt um Götzenfiguren wie ein kleiner Buddha oder so.

      Es geht darum: was hat in meinem Leben Macht oder nimmt den Platz ein, der dem Allmächtigen Gott gebührt? Was ist mir wichtiger als Gott?

      Wir haben auf dem Seelsorgeseminar in der vergangenen Woche ebenfalls diesen Punkt betrachtet, als es um unsere "Herzensgötzen" ging. Dies müssen keine Dinge sein, die in sich selbst verkehrt sind. Es können ganz normale und natürliche Wünsche sein, sogar Ziele, die ein Christ anstreben sollte - aber die dann zuviel Platz einnehmen, Dinge oder Wünsche, für die wir biblische Maßstäbe über Bord werfen würden.

      Als Beispiel wurde der Wunsch nach einem Ehepartner genannt: Dies ist ein völlig natürlicher Wunsch. Gott selbst sagte "es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei", bevor er Eva erschuf. Es ist also sogar Gottes Wunsch für uns, dass wir einen lieben Ehepartner an unserer Seite haben. Aber es kann passieren, dass wir keinen passenden finden und uns dann auf jemanden einlassen, der nicht an Gott glaubt, oder wir sind bereit, sexuelle Beziehungen einzugehen, bevor wir verheiratet sind oder ähnliches. Man lässt sich auf etwas ein, von dem man selbst weiß und überzeugt ist, dass es in Gottes Augen falsch ist, aber man tut es, um den möglichen Partner nicht zu verlieren.

      Wir halten also fest, dass der Begriff "Gott" in der Bibel unterschiedlich benutzt wird: in den meisten Fällen ist Jehova Gott gemeint, der Allmächtige Schöpfer, aber er wird auch gebraucht, um über Mächtige oder Wünsche zu reden - alles, was uns wichtiger als Jehova ist, kann "unsere Götter" sein.

      Aber wir wissen auch, dass unter dem Begriff GOTT (Jehova) mehrere stehen:
      ⁃ der Vater,
      ⁃ der Sohn und
      ⁃ der heilige Geist.

      Hier möchten wir im Vorfeld klar stellen, dass wir so Jehova bzw. Gott verstehen, wenn wir hier bei uns in der Gruppe über Jehova oder dem Allmächtigen Gott reden. Wir wissen, dass unter anderem die Zeugen Jehovas die Dreieinigkeit ablehnen, da dies nach ihrem Verständnis keine drei Personen sind und weil das nicht logisch erscheint. Das ging Thom und mir sehr lange ebenso. Es war für uns befremdlich.

      Aber man könnte es so erklären, dass an unserer Tür der Name "Pape" steht. Dazu zählen Thom und ich und vor einigen Jahren auch noch unsere Tochter. Als Gott die erste Ehe ins Leben rief, sagte Jehova, dass der Mann Vater und Mutter verlassen solle und die beiden EIN Fleisch sein sollten. Man könnte sich dies wie siamesische Zwillinge vorstellen: zwei Personen in einem Körper. Aber eigentlich ist eher gemeint, dass sie eins - sich einig - sein sollten. Wir sehen also "Gott / Jehova / Jahwe" als den Familiennamen an, unter dem der Vater, der Sohn und der Geist sind.

      Dies mal nur so vorab, damit wir nicht aneinander vorbeireden...

      Die Offenbarung spielt mit dem Begriff "Gott". Einmal meint sie "Gott, den Vater", an anderer Stelle "Gott den Sohn" und noch woanders spricht sie vom "Heiligen Geist".

      Es wird nicht immer ganz klar und deutlich gesagt, welcher von den dreien hier an dieser einen Stelle gerade gemeint ist. Daher wollen wir darauf achten, was wirklich in der Bibel steht, was der Kontext sagt. Auf gar keinen Fall wollen wir Bibelstellen aus dem Zusammenhang herausreißen um irgendwelche Thesen zu untermauern und wir wollen auch keine Dogmen aufstellen.

      Wir hatten bereits zu Anfang klar gemacht, dass wir keine bestimmte Lehrmeinung oder Auslegung aufdrücken oder vermitteln wollen. Uns geht es darum zu sehen, was wirklich in Gottes Wort steht. Denn dies ist für uns die oberste Autorität❣️

      Nachdem wir all diese Fragen geklärt haben, lesen wir Offenbarung 1, die Verse 1 und 2:

      Die meisten kennen dies Bibelbuch als "die Offenbarung des Johannes", daher hatten wir uns ja auch zu Beginn damit beschäftigt, wer dieser Johannes eigentlich war. Aber ist es wirklich von Johannes oder für Johannes? Was lesen wir genau?

      Wir lesen 4 Dinge:
      ⁃ Johannes
      ⁃ welche Gott ihm gab
      ⁃ Offenbarung Jesu Christi und
      ⁃ ein Engel

      Also wer bekommt die Offenbarung? Johannes.
      Von wem? Von Gott
      Durch wen? Ein Engel

      Hm ....

      Als erstes gibt Gott die Offenbarung an Jesus Christus. Der gibt sie durch seinen Boten (Engel = Boten) an Johannes weiter, der danach die Gemeinden informiert.

      Hier haben wir unter anderem einen Beweis für die sogenannte Dreieinigkeit. Gott gibt Jesus etwas, was dieser weiter gibt. Sicherlich hat Jesus sie nicht sich selbst gegeben. So ist anzunehmen, dass der Vater dem Sohn diese Botschaft zum Weitergeben gibt

      Diesen Donnerstag geht es also weiter, wir werden einige Verse im Kapitel 1 der Offenbarung lesen und sehen, was uns dort gesagt wird. Dabei haben wir ein Problem, denn das meiste wird "in Bildern gezeigt", so dass man sie sehr unterschiedlich interpretieren kann.

      Daher wird der ganze Kurs sehr spannend werden, wenn jeder einen anderen Kommentar oder eine andere Auslegung mit einbringt. Wir freuen uns schon